Aus wilder Parzelle wird Nachbarschaftsgarten – die Kleingartenanlage Parkstraße e.V. macht’s möglich

Anfang März, bei den ersten zaghaften Frühlingstagen des Jahres, wurde wieder gemeinsam angepackt: Eine lang verwilderte und bereits im 2. Halbjahr 2025 beräumte und für das Vorhaben vorbereitet Parzelle der Kleingartenanlage Parkstraße e.V. verwandelte sich durch das Mitwirken vieler Menschen ein Stück mehr in einen lebendigen Nachbarschaftsgarten – mit vereinten Kräften, guter Laune und jede Menge Vorfreude auf die Gartensaison.

Wo zuvor Gestrüpp, Müll und Stille herrschten, entsteht nun ein Ort, der Menschen offen steht – ein echter Gemeinschaftsgarten im besten Sinne des Wortes.

Die Resonanz hat uns überwältigt

Haushalte des Kiezes rund um die Anlage im Erwin-Bennewitz-Weg wurden über Flyer und Plakate über das Projekt informiert und zu einem Infotag eingeladen. Was dann passierte, hat selbst uns überrascht: Alle verfügbaren Hochbeete waren sofort vergeben – und es gibt bereits eine Warteliste.

Das zeigt eindrucksvoll, wie groß die Sehnsucht der Menschen nach einem eigenen Stück Grün ist – und wie wichtig niedrigschwellige, öffentlich zugängliche Angebote wie dieser Nachbarschaftsgarten sind. Nicht jede*r hat einen Balkon, einen Garten oder die Möglichkeit, eine eigene Parzelle zu pachten. Gemeinschaftsgärten schließen diese Lücke und machen urbanes Gärtnern für alle möglich – unabhängig von Einkommen, Wohnsituation oder Vorkenntnissen.

Gemeinsam anpacken – der große Bautag

Bei bestem Frühlingswetter kamen Gartenfreund*innen der Kleingartenanlage, Freiwillige und einige der neuen Nachbarschaftsgartenmitglieder zusammen, um gemeinsam Hand anzulegen. Hochbeete wurden gebaut, aufgestellt und für die Bepflanzung vorbereitet. Die Stimmung war ausgelassen, die Energie ansteckend – und spätestens beim gemeinsamen Werkeln wurde klar: Hier wächst nicht nur Gemüse, hier wächst auch ein echtes Gemeinschaftsgefühl.

Teil einer größeren Bewegung

Was die Kleingartenanlage Parkstraße hier mit der Unterstützung des Bezirksverbandes der Gartenfreunde Berlin-Treptow sowie der Senatsverwaltung auf die Beine gestellt hat, soll kein Einzelfall sein – es ist Teil einer wachsenden Bewegung. Gärtenbewegen setzt sich dafür ein, Kleingartenanlagen zu sichern und somit als das zu verstehen, was sie für die Stadt sein können: Orte des Gemeinwohls, der Begegnung und der gegenseitigen Unterstützung. Orte, die nicht hinter dem Zaun enden, sondern in die Nachbarschaft hineinwirken.

Wir freuen uns über jede Anlage, die diesen Schritt wagt – und über jede*n Nachbar*in, die mitmacht. Wenn auch ihr ein Projekt habt, das andere inspirieren könnte, meldet euch bei uns!

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